“Mein Name ist unwichtig”…
Mit diesem Satz beginnt der Ich-Erzähler seinen Bericht der vergangenen drei Wochen – voll mit Ungeheuerlichkeiten, Erfolgen, Krisen, Triumph, Liebe und Betrug, dass sie ein ganzes Leben füllen könnten. Während er erzählt, sitzt er im Zimmer eines schäbigen New Yorker Hotels und wartet auf den Mann, der ihn ermorden will.

Menschen mit Flagge basiert auf wahren Ereignissen im Herbst 2001 − nachdem die Staubwolken des 11. September sich verzogen haben und eine neue Gefahr das Land in Panik zu stürzen droht: der Bioterror. Im Oktober 2001 tauchen Briefe mit gefährlichen Viren auf – Milzbrand, Anthrax – zuerst in den Büros von TV-Persönlichkeiten und Zeitungsredakteuren in Florida und New York, dann beim Senat in der Hauptstadt Washington. Fünf Menschen sterben, viele erkranken. Der FBI-Direktor entsendet den Erzählenden als Chefermittler und gibt dem einst in Ungnade Gefallenen eine neue Chance.

Zuerst folgt er dem Befehl…
…seiner Vorgesetzten und dem Wunsch der Obrigkeit in Washington. Er sucht nach den Terroristen von Al Qaida. Aber dem Chefermittler drängt sich der schreckliche Verdacht auf, dass die Täter Amerikaner sind, Wissenschaftler, dieselben, deren Hilfe für seine Ermittlung unentbehrlich ist. Er hat wenige Verbündete. Nichts ist, was es scheint. Washington ist tückisch. Zwielichtig sind seine Mitermittler.
Je tiefer der Ermittler in den Fall eintaucht, desto mehr riskiert er: seine Karriere, seine Freiheit, am Ende sogar sein Leben. Das neue Amerika, das verängstigte, wütende Amerika, das jeden zum Feind erklärt, der Zweifel äußert, langt auch nach dem Chefermittler aus. Denn er verweigert sich dem ultimativen Staatsverbrechen: Geburtshelfer zu sein für eine große Lüge.
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“… Wir betraten den Redaktionssaal ein paar Etagen höher, Such- und Befragungstrupps im Tross, und als O’Brien in die Hände schlug – zweimal kräftig über seiner Tolle – erhoben sich Leute hinter ihren Flachbildschirmen oder traten vor die Trennwände ihrer Büronischen und begannen Beifall zu klatschen. Sie alle trugen Gummihandschuhe. Ihr Klatschen klang deshalb trocken, als käme es aus einem anderen Raum. Niemand lächelte, sie streckten den Hals und hoben die Schultern. Zwischen ihren Händen zerschlugen sie die Angst, die aus ihren Gesichtern fiel. Ihre Augen hingen an den Buchstaben ‘FBI’ auf den blauen Jacken, an meiner Anstecknadel, an meinen Lippen, an allem, das ihnen Halt und Hoffnung versprach. Ich hob meinen Arm, nur leicht. Das Klatschen brach ab. ‘Danke für Ihre Begrüßung’, sagte ich. ‘Wenn Sie irgendetwas gegen Anthrax tun wollen, vermeiden Sie große oder heftige Bewegungen.’”
Aus:
Menschen mit Flagge
Menschen mit Flagge
Ein Roman von Bernd Hendricks
602 Seiten

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Das Manuskript des Romans
Menschen mit Flagge ist notariell hinterlegt und beurkundet. Die Autorenschaft ist notariell beglaubigt.